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schwerpunkt · ki in produktion und fertigung

Industrial AI

Industrial AI bringt künstliche Intelligenz an den Ort, an dem in Produktionsunternehmen Wert entsteht: an Maschinen, Linien und Leitstände. Wir verbinden Sensor-, Maschinen- und Auftragsdaten mit KI-Modellen, die Abweichungen früh erkennen, Wartung planbar machen und Qualität absichern — eingebettet in deine bestehenden Systeme, nicht daneben.

Was Industrial AI ist

Industrial AI bezeichnet den Einsatz von KI-Verfahren in industriellen Kernprozessen: Fertigung, Instandhaltung, Qualitätssicherung, Intralogistik und Produktionsplanung. Anders als generative Assistenten im Büro arbeitet Industrial AI überwiegend mit Zeitreihen, Bildern und Ereignisdaten aus Maschinen und Anlagen.

Der Unterschied zur klassischen Automatisierung liegt im Umgang mit Unsicherheit: Regelbasierte Steuerungen tun exakt, was programmiert wurde. KI-Modelle erkennen Muster in Daten, die zu komplex für feste Regeln sind — etwa den schleichenden Verschleiß eines Lagers oder die Kombination von Prozessparametern, die Ausschuss verursacht.

Typische Anwendungsfelder

Die tragfähigsten Use Cases im Mittelstand sind selten spektakulär, sondern lösen konkrete Engpässe im Produktionsalltag.

Predictive Maintenance

Ausfälle vorhersagen statt nach Plan oder nach Störung warten — auf Basis von Schwingungs-, Temperatur- und Betriebsdaten.

Visuelle Qualitätsprüfung

Kamerabasierte Erkennung von Oberflächenfehlern, Montagefehlern oder Fremdkörpern direkt in der Linie.

Prozessoptimierung

Zusammenhänge zwischen Parametern und Ergebnisqualität erkennen und Sollwerte datenbasiert nachführen.

Produktionsplanung

Reihenfolgen, Rüstzeiten und Materialbedarfe unter realen Randbedingungen optimieren.

Energiemanagement

Lastspitzen prognostizieren und energieintensive Schritte in günstige Zeitfenster verschieben.

Dokumentation & Wissen

Wartungshistorien, Störmeldungen und Handbücher durch KI-Assistenten für das Schichtpersonal erschließen.

Daten und Infrastruktur als Fundament

Industrial AI steht und fällt mit dem Datenzugang. In vielen Betrieben liegen die relevanten Daten bereits vor — in SPS, MES, ERP oder BDE-Systemen — sind aber nicht zusammengeführt, nicht zeitlich synchronisiert oder nicht historisiert.

Wir prüfen im IT-Check-up, welche Datenquellen vorhanden sind, wie sie angebunden werden können und welche Lücken vor einem Modell geschlossen werden müssen. Häufig ist der erste Schritt keine KI, sondern eine saubere Datenaufbereitung.

  • Anbindung von Maschinen über OPC UA, MQTT oder bestehende Schnittstellen
  • Zeitreihenhaltung und Historisierung als Grundlage für Modelle
  • Edge-Verarbeitung nahe an der Maschine, wenn Latenz oder Datenschutz es erfordern
  • Betrieb On-Premise, in der Cloud oder hybrid — abhängig von TCO, Sicherheit und Anforderungen

Sicherheit, Datenschutz und Normen

Produktionsdaten sind Betriebsgeheimnisse. Wir planen Industrial-AI-Systeme so, dass Daten das Unternehmen nur verlassen, wenn es ausdrücklich gewollt ist — und dass Anforderungen aus ISO 27001, TISAX oder BSI-Grundschutz von Anfang an berücksichtigt werden.

Für KI als Sicherheitskomponente von Maschinen gelten künftig die Hochrisiko-Anforderungen des EU AI Act (Anhang I, ab August 2028). Wir ordnen jeden Use Case früh ein, damit Dokumentation und menschliche Aufsicht rechtzeitig mitgeplant werden.

Wirtschaftlichkeit je Use Case

Jeder Industrial-AI-Use-Case wird mit dem Sellium TCO-Modell durchgerechnet: Datenanbindung, Modellbetrieb, Hardware, Energie und Pflege stehen dem messbaren Nutzen aus vermiedenen Stillständen, weniger Ausschuss oder geringerem Energieeinsatz gegenüber. So entsteht eine Priorisierung, die dein Controlling nachvollziehen kann — bevor investiert wird.

unser ansatz

KI, die in der Halle funktioniert — nicht nur im Labor

Wir bauen keine Prototypen für die Vitrine. Jeder Use Case wird auf produktive Nutzung im Schichtbetrieb ausgelegt: robust, überwacht, dokumentiert und für das Personal verständlich.

Vom Piloten zur Produktion

Pilot an einer Linie, dann Skalierung — mit klaren Abnahmekriterien und Messpunkten.

Human in the Loop

KI liefert Vorschläge und Warnungen; Entscheidungen bleiben nachvollziehbar beim Fachpersonal.

Betrieb mitgedacht

Monitoring, Modellpflege und Verantwortlichkeiten sind Teil des Konzepts, nicht Nachgedanke.

ablauf

So starten wir Industrial AI in deinem Betrieb

Der Einstieg folgt der Sellium-Methode — angepasst auf Produktionsumgebungen.

  1. Schritt 1: Enablement & Use Case Discovery

    Schulung der Beteiligten aus Produktion, Instandhaltung und IT; Identifikation von Potenzialen entlang deiner Linien und Prozesse.

  2. Schritt 2: IT-Check-up & Datenbewertung

    Bestandsaufnahme von Maschinen, Schnittstellen, Datenqualität und Infrastruktur — inklusive Präferenzen zu On-Premise oder Cloud.

  3. Schritt 3: Strategie & Business Case

    Priorisierung der Use Cases mit dem TCO-Modell, Roadmap, KI-Richtlinie und Einordnung nach EU AI Act.

  4. Schritt 4: Pilotierung & Production Readyness

    Umsetzung des ersten Use Cases an einer Linie, Messung gegen die definierten KPIs, Überführung in den Regelbetrieb.

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