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KI-Architekturplanung

Bevor der erste Use Case produktiv geht, braucht es eine Architektur, die mehrere Use Cases tragen kann: Wo liegen die Daten, welche Modelle laufen wo, wie werden Systeme angebunden, wer überwacht den Betrieb? Wir planen diese Zielarchitektur mit dir — belastbar durchgerechnet und auf deine Bestands-IT abgestimmt.

Warum Architektur vor dem ersten Modell kommt

Viele KI-Vorhaben starten mit einem Werkzeug und enden mit einer Insellösung: eigene Zugänge, eigene Daten, eigene Kosten. Beim zweiten und dritten Use Case wiederholt sich das. Eine Zielarchitektur legt einmal fest, wie Daten, Modelle und Anwendungen zusammenspielen — und macht jeden weiteren Use Case günstiger und sicherer.

Architekturplanung heißt bei uns nicht, alles auf einmal zu bauen. Sie definiert den Rahmen, in dem schrittweise umgesetzt wird.

Die Ebenen einer KI-Architektur

Wir strukturieren die Zielarchitektur in fünf Ebenen, die getrennt entschieden und dennoch zusammen betrachtet werden.

Datenebene

Quellen, Datenaufbereitung, Historisierung, Zugriffsrechte — die Grundlage jeder Auswertung und jedes Modells.

Modellebene

Auswahl von Sprach-, Bild- und Prognosemodellen; Frontier-Anbieter, europäische Anbieter oder offene Modelle On-Premise.

Integrationsebene

Schnittstellen zu ERP, CRM, MES und Fachanwendungen; Orchestrierung von Workflows und Agenten.

Anwendungsebene

Assistenten, Automationen und Dashboards, mit denen Mitarbeitende und Kunden arbeiten.

Betrieb & Governance

Monitoring, Kostenkontrolle, Modellpflege, Rollen und Verantwortlichkeiten, KI-Richtlinie.

On-Premise, Cloud oder hybrid

Die Frage nach dem Betriebsort entscheiden wir nicht ideologisch, sondern mit dem Sellium TCO-Modell: Token-Volumen und Deployment-Routing, Strompreis, PUE und Hardware-Lifecycle, Leasen oder Kaufen — gegenübergestellt mit Anforderungen an Datensouveränität, Latenz und Skalierung.

Häufig ist das Ergebnis hybrid: sensible Prozesse mit eigenen Modellen im Haus, unkritische Aufgaben über externe Anbieter mit klaren Vertragsbedingungen.

  • Bestandshardware und vorhandene Rechenzentrumsflächen werden eingerechnet
  • Routing-Regeln legen fest, welcher Use Case welches Modell nutzen darf
  • Exit-Szenarien: Anbieterwechsel bleibt technisch möglich

Sicherheit und Compliance by Design

Zertifizierungsrandbedingungen wie ISO 27001, TISAX oder BSI-Grundschutz fließen in die Architektur ein, statt später nachgerüstet zu werden. Dazu gehören Netzsegmentierung, Identitäts- und Rechtemanagement, Protokollierung und ein klarer Umgang mit personenbezogenen Daten.

Der EU AI Act verlangt je Risikoklasse unterschiedliche Nachweise. Die Architektur sieht Dokumentation, Protokollierung und menschliche Aufsicht so vor, dass Hochrisiko-Anwendungen später ohne Umbau erfüllt werden können.

Was am Ende der Architekturplanung steht

Ein dokumentiertes Zielbild mit Entscheidungsbegründungen, eine Roadmap in Stufen und die Kostenbetrachtung über den Lebenszyklus — als Grundlage für Investitionsentscheidungen, Ausschreibungen und die Umsetzung mit uns oder deinen bestehenden IT-Partnern.

  • Zielarchitektur mit Ebenen, Komponenten und Schnittstellen
  • Modell- und Anbieterauswahl mit Routing-Regeln
  • TCO-Vergleich der Betriebsvarianten
  • Sicherheits- und Compliance-Konzept
  • Umsetzungs-Roadmap (1–3, 4–6, 6–12 Monate)

ki-lösungen aus einer hand

Wir rechnen Architektur durch — bis auf den Token

Architekturentscheidungen wirken über Jahre. Deshalb ersetzen wir Bauchgefühl durch Zahlen: Jede Variante wird mit dem Sellium TCO-Modell in drei Dimensionen bewertet.

Monetär

Token-Volumen, Deployment-Routing, Strom, Hardware-Lifecycle, Leasen oder Kaufen.

Nicht-monetär

Datensouveränität, Latenz, Skalierbarkeit, operative Komplexität.

Compliance

ISO 27001, TISAX, BSI, EU AI Act — und deine interne KI-Richtlinie.

ablauf

So entsteht deine KI-Architektur

Von der Bestandsaufnahme zum entscheidungsreifen Zielbild.

  1. Schritt 1: IT-Check-up

    Bestandsaufnahme von Systemen, Datenquellen, Infrastruktur, Sicherheitsvorgaben und Präferenzen (Voice of Customer).

  2. Schritt 2: Anforderungen aus den Use Cases

    Ableitung der Architekturanforderungen aus den priorisierten Geschäftsprozessen: Datenarten, Volumen, Latenz, Vertraulichkeit.

  3. Schritt 3: Varianten & TCO

    Ausarbeitung von Betriebsvarianten, Modellauswahl und Routing; Bewertung mit dem TCO-Modell.

  4. Schritt 4: Zielbild & Roadmap

    Dokumentierte Zielarchitektur, Sicherheitskonzept und gestufte Umsetzungsplanung — abgestimmt mit Geschäftsführung und IT.

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